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1621
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Jean de la Fontaine wird am 7. oder 8. Juli als erstes
Kind von Charles de la Fontaine, dem Verantwortlichen für die
Wasser und Wälder und Jagdanführer des Herzogtums Château-Thierry,
und Françoise Pidoux geboren.
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1621-1641
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La Fontaine bleibt bis zur zehnten Klasse in Château-Thierry.
Seine Lehrer weisen ihn in die Kunst der lateinischen Rhetorik ein.
La Fontaine ist von der Lektüre von L'Astrée d'Honoré
d'Urfé begeistert. Dieses Werk wird bis zu seinem Tod
sein Lieblingsbuch bleiben.
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1641
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Er
wird Novize im Oratorium von Saint-Honoré.
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1646
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Er
absolviert sein Jurastudium in Paris, wo er in einem Kreis junger
Poeten von Juristen, den Ritter der Tafelrunde (Maucroix, Pellisson,
Furetière, Charpentier, Tallement des Réaux, Antoine
Rambouillet de la Sablière) verkehrt.
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1647
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Hochzeit von Jean de la Fontaine und Marie Héricart.
Er ist sechsundzwanzig und sie vierzehneinhalb. La Fontaine fällt
es schwer, die Verbindung der Ehe zu akzeptieren. 1659 kommt es
zur Gütertrennung der Eheleute.
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1652
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La Fontaine kauft einen Titel als Verantwortlicher
für die Wasser und Wälder des Herzogtums Château-Thierry
für drei Jahre. Diese Funktion erweist sich allerdings als
kaum rentabel.
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1653
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Geburt von Charles, dem Sohn von La Fontaine und
Marie Héricart. Der Fabeldichter zeigt sich reserviert und
wenig von seinem Sohn betroffen.
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1654
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Erstes Stück: L'Eunuque, eine umgeschriebene
Komödie von Térence.
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1658
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Nach dem Tod seines Vaters erbt La Fontaine dessen
zwei Titel (ehemaliger Herr der Wasser und Wälder und Jagdanführer),
die er mit dem, den er selbst 1652 gekauft hat, anhäuft. Er
hat jedoch finanzielle Schwierigkeiten. Diese treiben die Eheleute
zur Gütertrennung.
Dank seines Onkels Jannart und Pellisson tritt er dem Kreis um Nicolas
Fouquet, dem Finanzminister von Louis XIV bei. Er widmet dem Minister
das Gedicht Adonis.
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1659
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Fouquet, der ebenfalls der Beschützer
von Perrault, Corneille und Molière ist, empfängt ihn
in seinem prachtvollen Schloss in der Grafschaft Vaux, welches sich
noch im Bau befindet, und bietet ihm dort Unterkunft. La Fontaine
arbeitet am Traum von Vaux, ein Werk, das vom Oberverwalter bestellt
worden ist. Ohne Zweifel ist dies die Periode, in der er beginnt,
seine ersten Fabeln zu schreiben. |
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1660
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Er verbündet sich mit dem jungen
Racine, der neu nach Paris kommt. |
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1661
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Er nimmt an einem Fest, das am 17. Juli in Vaux zu Ehren des Königs
gegeben wird, teil. An jenem Abend ernten Les Fâcheux
von Molière grossen Applaus. Drei Wochen darauf wird Fouquet
auf Anordnung Ludwigs XIV festgenommen.
La Fontaine wird blossgestellt und kann nicht mehr für seinen
Lebensbedarf aufkommen.
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1662
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Erscheinen der Elegie auf die Nymphen
von Vaux, in der er den König vergeblich um Gnade für
seinen Freund Fouquet anfleht. Aufgrund seiner Unterstützung
des ehemaligen Ministers, ist er gezwungen, sich gemeinsam mit seinem
Onkel Jannart für einige Monate nach Limoges zurückzuziehen. |
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1663
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Er schickt seiner Frau Briefe in Versen
und in Prosa, aus denen die Relation d'un Voyage de Paris en Limousin
wird. |
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1664
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In das Palais du Luxembourg kommt er als Edelmann, der der Gräfin
von Orléans dient: ein zweitrangiges aber wenig zeitraubendes
Amt. La Fontaine teilt seine Zeit zwischen Paris und Château-Thierry.
Er trennt sich von seiner Frau und überlässt dieser die
Verantwortung, ihren einzigen Sohn aufzuziehen.
Er verkehrt in mehreren Salons: in dem der Gräfin von Bouillon,
eine der Nichten Mazarins, in dem des Hôtel de Nevers. Er
trifft die Damen Sévigné und La Fayette sowie La Rouchefoulcauld.
Veröffentlichung seiner zwei ersten Märchen: Joconde
und Le Cocu battu et content.
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1665
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Er veröffentlicht seine erste Reihe
der Märchen und Nouvellen in Versen.
La Fontaine befreundet sich mit Boileau, Molière und Racine. |
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1666
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Erscheinen der zweiten Reihe
der Märchen und Nouvellen in Versen. |
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1668
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Erste Sammlung von 124 Fabeln, die in
sechs Büchern zusamengestellt und dem Delphin gewidmet sind:
ein sofortiger Erfolg. Ab Oktober erscheint eine neue Auflage in zwei
Bänden in kleinerem Format.. |
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1669
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Veröffentlichung von Amours de Psyché et de Cupidon,
eine mythologische Komödie, in der Prosa und Vers gemischt
auftreten.
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1671
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Die Ämter von La Fontaine
werden ihm gänzlich von dem Herzog von Bouillon, der Herr von
Château-Thierry geworden ist, abgekauft.
Dritter Teil der Märchen und Nouvellen in Versen. Erneutes
Erscheinen der Fabeln, darunter acht unveröffentlichte Fabeln. |
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1672
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Tod der Gräfin von Orléans. La Fontaine steckt erneut
in finanziellen Schwierigkeiten.
Veröffentlichung von zwei neuen Fabeln: Le Soleil et les
Grenouilles und Le Curé et le Mort.
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1673
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La Fontaine ist bei Madame de la Sablière, alias die schöne
Iris, zu Gast, die die grossen Geiste der Epoche empfängt.
Er findet dort einige Freunde wieder, darunter Charles Perrault.
Er verbündet sich mit Bernier, einem grossartigen Reisenden
und Schüler des Philosophen Gassendi; er trifft den Arzt Antoine
Menjot und den Mathematiker Roberval. Er inspiriert sich an den
Anekdoten und Gesprächsthemen für die Redaktion seiner
zweiten Sammlung von Fabeln.
Gedicht La Captivité de Saint Malc.
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1674
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La Fontaine schreibt ein Operntextbuch für
Lully, Daphnée, zerstreitet sich aber mit dem Komponisten.
Neue Märchen, deren Verkauf verboten wird |
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1678
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Zweite Sammlung von Fabeln (Bücher
VI und IX), von Chauveau illustriert und Madame de Montespan gewidmet.
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1683
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La Fontaine wird am 15. November an
die Académie Française, an den Sitz von Colbert, berufen.
Ludwig XIV verweigert seine Billigung und zwingt ihn, die Wahl von
de Boileau, seines Geschichtsschreibers, im April 1684 abzuwarten. |
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1684
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La Fontaine wird am 2. Mai an der Académie
Française empfangen. |
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1685
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Skandal des Dictionnaire von
Furetière. In diesem Konflikt zwischen seinem alten Freund
und der Akademie, stellt sich La Fontaine auf die Seite der Akademie.
Veröffentlichung von elf Fabeln und fünf neuen Märchen. |
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1687
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Streitigkeiten zwischen den "Ehemaligen"
und den Modernen: In seinem Brief an Huet bezieht La Fontaine für
die "Ehemaligen" Stellung, ohne sich dabei von den Modernen
zu entfremden. |
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1688
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Der Milan, der König und der
Jäger ist eine Fabel die dem Prinzen von Conti anlässlich
seiner Hochzeit gewidmet ist. |
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1690
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Erscheinen der Compagnons d'Ulysse.
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1691
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Erscheinen der Zwei Ziegen und
Der Hirte und der Affe. |
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1692
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Erscheinen der Ligue des Rats.
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1693
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Madame de la Sablière, die sich 1685 zu den Unheilbaren
zurückgezogen hat, stirbt im Januar.
Nachdem La Fontaine Mitte Dezember 1692 stark erkrankt ist, erhält
er im Februar 1993 die letzte Ölung. In Eile, zu seinem ausschweifenden
Leben zurückzukehren, gibt er öffentlich vor einer Delegation
der Akademie seine Fehler zu. Er verleugnet also seine Märchen
und gibt das Versprechen ab, keine mehr zu schreiben.
Wieder gesund, zieht er sich zu seinem Freund d'Hervart zurück,
welcher Ratgeber im Pariser Parlament und Sohn eines mächtigen
Financiers, der Generalkontrolleur der Finanzen unter Mazarin war,
ist.
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1694
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Erscheinen der letzten Sammlung der
Fabeln (Buch XII). Dieses Buch enthält sämtliche Fabeln,
die seit 1678 einzeln veröffentlicht worden sind, sowie zehn
unveröffentlichte Fabeln. |
| 1695 |
La Fontaine stirbt am 13. April im Alter
von 73 Jahren in Paris. |