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L'Association Votaire créée en 1992 bénéficie de soutiens d'acteurs industriels et institutionnels, du monde de l'entreprise et d'étudiants.


Des étudiants, des acteurs des entreprises travaillent sur des projets et des réalisations comme le portail VoltaireOnline.




Des rencontres ont lieu en particulier à la Chambre franco-allemande de Commerce et d'Industrie ou dans les entreprises membres de l'association Voltaire.


Agissons efficacement ensemble pour nous enrichir et construire notre Europe du quoditien !!!


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UN FILM A VOIR : recommandé par VoltaireOnline

Sortie en France : Edukators Février 2005
Sortie en Autriche : Die fetten Jahre sind vorbei ab. 3. Dezember im Kino


DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI / EDUKATORS :

L'équipe :
Regie: Hans Weingartner. Drehbuch: Katharina Held, Hans Weingartner. Kamera: Daniela Knapp, Matthias Schellenberg. Schnitt: Dirk Oetelshoven, Andreas Wodraschke. Musik: Andreas Wodraschke. Ton: Stefan Soltau. Ausstattung: Christian Goldbeck. Kostüm: Silvia Pernegger. Produktion: Y3 Film, coop99. Produzenten: Hans Weingartner, Antonin Svoboda. Mit: Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Erceg, Burghart Klaußner, Peer Martiny, Petra Zieser, Laura Schmidt, Hanns Zischler, Sylvia Haider, Sebastian Butz, u. a. Deutschland/Österreich 2004, 124 Minuten, Farbe, 35 mm/1 : 1,85/Dolby SRD

Interview de Hans Weingartner -metteur en scène- :
" Ich war Punk als Punk schon vorbei war, ich war Hausbesetzer als es damit schon zu Ende ging. Ich glaube wir leben in einer Zeit, in der viele junge Menschen den Wunsch nach politischer Veränderung in sich tragen, aber nicht wissen, wie sie ihm zum Durchbruch verhelfen sollen. Es fehlen die Reibungsflächen und es fehlt die Gruppendynamik." Hans Weingartner



Synopsis :
Jan, Peter und Jule sind drei rebellische junge Außenseiter. Der eigenbrötlerische Jan verspürt eine tiefe Wut auf eine ungerechte Welt, sein Mitbewohner Peter teilt dieses Gefühl, nur weniger verbissen. Gemeinsam sind sie "Die Erziehungsberechtigten" und stören mit subversiven Aktionen die Hochsicherheitszonen der Reichen. Ihre Botschaft an den Geldadel lautet: "Die fetten Jahre sind vorbei". Als Peters Freundin Jule wegen Überschuldung bei den beiden in der WG einziehen muss, weiß sie zunächst von den nächtlichen Einbrüchen nichts.

Doch als Jan und Jule sich rettungslos und ohne Peters Wissen ineinander verlieben, weiht Jan sie in das Geheimnis ein. Jule überredet Jan zu einer riskanten Aktion. Doch im Übermut unterläuft ihnen ein folgenschwerer Fehler. Sie rufen Peter zu Hilfe und aus den drei Erziehungsberechtigten werden unversehens drei Entführer. Auf einer einsamen Hütte in den Bergen kommt es zu einer Konfrontation zwischen den drei Idealisten und der Generation an der Macht in Gestalt des Topmanagers Hardenberg. Schon nach kurzer Zeit nimmt die Konfrontation eine überraschende Wendung.


Poetischer Widerstand :
Jan und Peter als "Die Erziehungsberechtigten" haben einen Weg gefunden, die Reichen auf kreative und subtile Art und Weise aufzurütteln. Sie brechen in deren Villen ein und bringen die Ordnung ihrer Luxusgüter durcheinander, ohne dabei etwas zu stehlen oder jemanden zu verletzen. Damit legen sie den Finger auf die Wunde, aber mit Sinn für Humor. Auf den ersten Blick erzeugen sie Chaos, aber in dem Chaos liegt eine Bedeutung. So wie bei vielen Gedichten. Deshalb könnte man das, was sie tun, "poetischen Widerstand" nennen.

Die Überflüssigesellschaft :
Die größte Ungerechtigkeit für mich heutzutage ist der riesige Unterschied zwischen arm und reich, zwischen der ersten und der dritten Welt. 10 % der Menschen leben im Überfluss und 90 % in totaler Armut. Es gibt genug Weizen auf diesem Planeten, um jeden Erdbewohner mit 2000 Kalorien am Tag zu versorgen. Er ist nur nicht gerecht verteilt. Kaum jemand tritt heraus und guckt sich das System von außen an, kaum jemand sagt: "Leute, wacht auf! Das ist doch total pervers, was hier abgeht!" Nein, 90 % der Menschen hungern und die übrigen 10 % machen eine Abmagerungskur. Die 90 % sind unglücklich, weil es ihnen schlecht geht. Aber die 10 % sind auch unglücklich, fressen Antidepressiva und fühlen sich gestresst. Und dann kommen diese Idioten daher und erzählen uns jeden Tag von der Wiege bis zur Bahre: Dies ist das einzige System, das funktioniert. Permanenter Wettbewerb - ständige Konkurrenz. Aber tief drinnen wissen wir alle, dass etwas mit diesem System nicht stimmt.


Nicht der Mensch zählt :
Telefon, Internet, Flugzeuge - die Welt wächst zusammen. Die Globalisierung ist schwer aufzuhalten. Die wahre Bedrohung für ein humanes Leben sind meiner Ansicht nach die Großkonzerne, die sich über Gesellschaftsregeln hinwegsetzen. Die bilden ein Wirtschaftssystem, in dem nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern das Geld. Ich hoffe, der Film vermag aufzurütteln und ein Bewusstsein zu schaffen, aber Humor und lustige Elemente im Film zu haben war mir auch außerordentlich wichtig. Es ist ja schließlich ein Film über junge Menschen. Ich habe gelesen, dass Kinder über 150 Mal am Tag lachen, Erwachsene dagegen nur um die 10 Mal. Außerdem sind Anspruch und Humor kein Widerspruch.

Freiheit oder Anpassung :
Wie verändert sich ein Mensch im Laufe seines Lebens? Wann beginnt er, sich anzupassen? Kann ich mich anpassen und trotzdem ich selbst bleiben oder geht das gar nicht? Hardenbergs Geschichte ist die jener, die in ihrer Jugend rebelliert haben, gegen das, was sie heute repräsentieren. Hardenberg ist selbst zu einem jener Menschen geworden, die er früher bekämpft hat. Diesen Konflikt versuchte ich durch das Aufeinanderprallen zweier Generationen zu thematisieren.

Raus aus dem Käfig :
Der Film will zeigen, dass es sich das lohnt, seine Angst zu überwinden und den Ausbruch aus dem sicheren Käfig zu wagen. Ein freies Leben außerhalb der Norm ist zwar manchmal anstrengender, aber auch aufregender. Und es ist auf jeden Fall mehr das, was ich persönlich als Leben empfinde Die wenigsten Menschen in den Industrienationen sind heute noch frei. Sie sind eingesperrt in ein Korsett an Verpflichtungen. So wie Hardenberg. "Was du besitzt, besitzt eines Tages dich."